Worüber ich schreibe
Ich erzähle keine Geschichten mit fertigen Antworten.
Mich interessieren Figuren und Lebenswege, die Raum lassen – für eigenständiges Denken, für Empathie und für den Mut, Widersprüche auszuhalten.
Im Zentrum meiner Texte steht das Ringen um Freiheit:
die Freiheit, der Mensch zu werden, der man sein möchte – jenseits gesellschaftlicher Erwartungen oder biografischer Prägung.
Ich erzähle von persönlichen Biografien, in denen sich gesellschaftliche Spannungen spiegeln.
Meine Geschichten lösen Widersprüche nicht auf, sie machen sie sichtbar.
Denn genau dort – im Uneindeutigen, im Unbequemen – liegt für mich das, was uns als Menschen ausmacht.
Über mich
Ich bin 1968 geboren und lebe in der Südsteiermark.
Aufgewachsen bin ich in einer Schausteller- und Zirkusfamilie – einer Welt zwischen Aufbruch und Vorläufigkeit, die meinen Blick auf Menschen und Lebenswege bis heute prägt.
Sprachen waren für mich früh mehr als ein Werkzeug.
Sie sind Räume, in denen sich Wirklichkeit verschiebt, erweitert, manchmal erst begreifbar wird.
Ich habe Dolmetschen und Übersetzen in Graz studiert und arbeite in den Sprachen Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch.
Darüber hinaus habe ich mich autodidaktisch mit weiteren Sprachen beschäftigt, darunter Russisch, Arabisch und Farsi.
Seit über drei Jahrzehnten arbeite ich als freiberuflicher Konferenzdolmetscher und Übersetzer und begegne dabei immer wieder Menschen mit völlig unterschiedlichen Biografien.
Diese Begegnungen prägen meinen Blick auf die Welt – und fließen auch in mein Schreiben ein.
In meiner Freizeit lese und schreibe ich.
Ich wandere gerne und bin viel unterwegs – manchmal alleine, manchmal mit Freunden oder Familie.
Im Kern bin ich das reisende Kind geblieben, als das ich geboren wurde.
Und meine Texte sind für mich ein Ausdruck dieses Lebensgefühls.
Romane
Hintergrundgeschichte zum Buch
Eine Familiengeschichte über sieben Jahrzehnte hinweg. Voraussichtlich Ende Juni 2026 im Handel erhältlich.
Erzählungen
Abschied
Da bist du ja. Ist an der Zeit, dass du dich blicken lässt. Hab schon gedacht, du lässt mich einfach sitzen. Das hätte ich dir übel genommen. Weil sich so was nicht gehört. Nicht, nachdem man schon so weit gegangen ist wie wir zwei. Und du weißt ja, ich geh jeden Tag ein paar Kilometer zu Fuß zu unserem Treffpunkt.
Ausflug
»Da liegt einer!»
»Wo?!», fragte ich – eigentlich schrie ich das hinaus. Ich bremste ab, so heftig, dass ich fast kopfüber zu Sturz kam. Peter, der hinter mir gefahren war und mich gewarnt hatte, fuhr beinahe auf mich auf. Im letzten Moment riss er sein Lenkrad herum und kam neben mir zu stehen.
Das Glück ist ein Vogerl
»Und nun die Gewinnzahlen für diese Woche.»
Er reparierte gerade den Duschkopf im Badezimmer, als er die Frauenstimme in seinem Kopfhörer wahrnahm. Sie klang freundlich, fast zutraulich. Er hörte schon seit Jahren nur mehr mit diesem Ding auf seinem Kopf fern – fürs Hinschauen war ihm meist die Zeit zu schade.
Verwirrte Köpfe
Es ist kalt. Fast schon so kalt wie früher im Dezember. Im echten Winter – vor dem Klimawandel.
Irgendwo schreibt sicher bald wieder jemand über den Klimawandel-Schwindel. Die lügen doch wie gedruckt – sagt einer vom anderen. Die Lügenpresse und die Verschwörungstheoretiker bleiben sich nichts schuldig. Nehmen sich fortlaufend gegenseitig ins Visier.
Notizen & Ankündigungen
Mein erstes Buch
Ich habe schon immer gern gelesen – sogar, bevor ich richtig lesen konnte. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich bereits vor meinem Schuleintritt Bücher in die Hand nahm und mit meinem Zeigefinger über die Buchstaben fuhr, die für mich damals noch rätselhafte Zeichen waren. Mit ernsthaftem Gesicht murmelte ich Sätze vor mich hin, die mir spannend genug erschienen, um als Geschichte gelten zu können.